Peugeot 208 GTi Racing Experience - 24h Nürburgring 2013

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Sa, 18/05/2013 - 00:00

Drei 208 GTi Peugeot Sport bei den 24 Stunden Nürburgring am Start.



Bereits zum vierten Mal geht Peugeot 2013 beim vielleicht populärsten Autorennen in Deutschland und einer der weltweit schwierigsten motorsportlichen Herausforderungen an den Start. Zuerst mit dem RCZ Diesel, später mit dem Benziner – seit 2010 wurde das Engagement der Löwenmarke bei den 24h-Rennen auf dem Nürburgring alljährlich mit einem Klassensieg gegen eine starke Konkurrenz gekrönt.

Es war also für Peugeot ganz selbstverständlich, das Abenteuer fortzusetzen. In diesem Jahr werden die bei einem der schwierigsten Langstreckenrennen der Welt gesammelten Erfahrungen für die Markteinführung eines der sportlichsten Modelle des Jahres, des Peugeot 208 GTi, genutzt. Der kompakte Löwe wurde bereits von der europäischen Fachpresse für seine dynamischen Qualitäten gelobt.

Drei Peugeot 208 GTi Peugeot Sport treten vom 17. bis 20. Mai auf dem Nürburgring an, zwei dieser Fahrzeuge werden von acht europäischen Piloten gefahren, die im neuen Projekt 208 GTi Racing Experience ausgewählt wurden. Der dritte Peugeot 208 GTi Peugeot Sport befindet sich in den Händen von in den Vorjahren bewährten Piloten.

Der 208 GTi Peugeot Sport wurde speziell für den Nürburgring entwickelt

Die Nordschleife, das Herzstück des Nürburgrings, ist an sich schon ein Monument des Automobilsports. Wer die knapp 26 Kilometer auf Asphalt oder Beton bewältigt, bringt die längste permanente Rennstrecke der Welt hinter sich. 40 Linkskurven, 50 Rechtskurven – oft nicht einsehbar – sowie spektakuläre Neigungen und Höhenunterschiede (300 Meter zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Punkt) sind typisch für die „Grüne Hölle“.

Der Kurs ist eng, bietet nur wenige Ausweichmöglichkeiten. Bei mehr als 180 für das 24-Stunden-Rennen 2013 eingeschriebenen Autos stellt angesichts einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 150 km/h das Manövrieren im Rennverkehr einen zentralen Aspekt für eine gute Platzierung dar: Mehr als jemals zuvor zählt es, ins Ziel zu kommen, um auf einer der vorderen Positionen im Gesamtklassement oder der Klasse zu landen.

Diese Strecke fordert das Äußerste – selbstverständlich auch von den Mechanikern, vor allem aber von den Fahrern, deren Kenntnis der Strecke und Erfahrung in diesem so besonderen Wettbewerb ausschlaggebend sind, um das Rennen erfolgreich zu meistern und sich unter den Besten zu platzieren.

Der Peugeot 208 GTi Peugeot Sport ist nach dem T16, dem R2 und dem Racing Cup die vierte Motorsport-Variante des 208. Da zahlreiche Komponenten von den Schwestermodellen sowie vom RCZ Racing Cup übernommen wurden, konnte die neue Version in kürzester Zeit entwickelt werden. Eine erste Projektstudie wurde im Dezember 2012 durchgeführt. Im Januar 2013 wurde der Aufbau der ersten Rohkarosserie gestartet. Anfang Februar begann die Fertigstellung des Fahrzeugs, das bereits am Monatsende zum ersten Mal getestet wurde. Vor allem der RCZ Racing Cup gilt als Maßstab in der Kategorie SP2T in Deutschland, nachdem er in der VLN, bei den 24 Stunden Nürburgring 2012 und bei den 12 Stunden Bathurst (Australien) erfolgreich war.

Natürlich profitiert der 208 GTi Peugeot Sport auch von den Stärken des Serienmodells 208 GTi. Wie dieser wird er von einem 1,6-Liter-Turbomotor angetrieben, der in der Rennversion jedoch über 300 statt der serienmäßigen 200 PS verfügt. Das Sechsgang-Getriebe wird über Schaltwippen betätigt. Das verbesserte Bremssystem wurde speziell an die Anforderungen der Nordschleife angepasst. Mit 18-Zoll-Rädern, einem 100-Liter-Tank sowie Aerodynamikbauteilen wie einem Heckflügel und einem Diffusor nutzt der 208 GTi Peugeot Sport die Freiheiten des Reglements der Klasse SP2T konsequent aus. Das Basisgewicht des neuen Rennlöwen beträgt 990 Kilogramm, damit ist er um ein Zehntel leichter als das Serienmodell. Denn auf der Rennstrecke ist das Gewicht ein Wettbewerbsfaktor.

Die zwölf Piloten: neue Talente und bewährte Kräfte

Florent MEILHAUD, leitender Entwicklungsingenieur des 208 GTi Peugeot Sport, hebt hervor: „Unsere Piloten bringen unterschiedlich viel Erfahrung mit. Das Ziel bei der Fahrzeugentwicklung war deshalb, ein gutmütiges Fahrzeug zu bauen, das angenehm zu steuern und auch im Grenzbereich leicht beherrschbar ist. Es darf auch physisch nicht anstrengend zu fahren sein, was bei langen Rennen, bei denen sich ein Stint eines Piloten über zwei Stunden erstrecken kann, unerlässlich ist. Für Fahrkomfort und Konzentration am Steuer sorgen deshalb Schaltwippen am Lenkrad und etliche Bedienelemente in Greifweite.“

Die 208 GTi Peugeot Sport mit den Startnummern „215“ und „216“ werden von den acht aus der 208 GTi Racing Experience hervorgegangenen Fahrern pilotiert.

Die Mannschaft des 208 GTi Peugeot Sport Nr. „215“ wurde aus jungen Fahrern gebildet:

  • Stephan EPP (Deutschland) wurde in letzter Minute eingeladen, nachdem sich Dominik PEITZ nicht für die 24 Stunden Nürburgring qualifiziert hatte. Epp war der zweitplatzierte deutsche Fahrer bei der europäischen Sichtung von La Ferté Gaucher. Aufgrund seiner Erfahrung auf dem Nürburgring darf er an den 24 Stunden teilnehmen, ohne vorher beim zweiten oder dritten Saisonlauf der VLN gestartet zu sein.
  • Gonzalo MARTIN DE ANDRÉS (Spanien) gewann in Spanien zwischen 2004 und 2011 vier Markenpokale.
    Bradley PHILPOT (Großbritannien) siegte 2007 in einem Markenpokal, er bildet in Großbritannien als Instruktor Rennfahrer aus.
  • Mathieu SENTIS (Frankreich) ist Automobiljournalist und besitzt zwei Jahre Rallye-Erfahrung.

Das Fahrerteam des 208 GTi Peugeot Sport Nr. „216“ besteht aus erfolgreichen Piloten:

  • Christiaan FRANKENHOUT (Niederlande) kann zahlreiche Siege in Markenpokalen vorweisen und wurde 2009 niederländischer GT4-Meister. 2012 belegte er beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring den dritten und beim 24h-Rennen in Dubai den zweiten Platz im Gesamtklassement.
  • Johnny NIEDERHAUSER (Schweiz) hat bereits einige Erfolge bei Autorennen erzielt.
  • Vincent RADERMECKER (Belgien) hat mit mehreren belgischen Supertourenwagen-Titeln die größte Erfahrung in der Mannschaft. Er ist häufig auf dem Nürburgring unterwegs und gilt dort seit vielen Jahren als Experte.
  • Giacomo RICCI (Italien) gewann zwei nationale Titel in der Formel 3000, wurde Fünfter in der International GT Open und Dritter in der GP2-Asia-Serie.

Die Piloten der 208 GTi Racing Experience im 208 GTi Peugeot Sport Nr. „208“ sind erfahrene Nordschleifen-Kenner:

  • Michael BOHRER (Deutschland) gilt als junge deutsche Rundstrecken-Hoffnung und verbindet Geschwindigkeit und Intelligenz. Er hat eine vielversprechende Karriere vor sich und ist im Fahrerlager sehr beliebt.
    Stéphane CAILLET (Frankreich), der Teamleiter, gilt als starker Angreifer, der seine Leistung auf den Punkt liefern kann. Der Franzose, der den RCZ HDi FAP mitentwickelte und bereits 2010 und 2011 zum Klassensieg fuhr, hat auch aktiv an der Abstimmung des 208 GTi Peugeot Sport mitgewirkt.
  • Jürgen NETT (Deutschland), geboren in Adenau, kennt er den Nürburgring in- und auswendig. Bereits seit 25 Jahren ist er auf der Nordschleife unterwegs, beim 24-Stunden-Rennen errang er bereits sechs Klassensiege. Der Peugeot-Händler aus den nahen Mayen gilt als der erfahrenste Pilot der Mannschaft.
  • Julien PIGUET (France) gilt als einer der besten französischen Rennfahrer am Steuer eines Fronttrieblers. 2012 pilotierte er bei den 24 Stunden Nürburgring einen RCZ.
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