Peugeot EX1 schlägt Nordschleifen-Rekord - Roadster ist schnellstes Elektrofahrzeug in der ,,Grünen Hölle" | Medien Peugeot Deutschland

Peugeot EX1 schlägt Nordschleifen-Rekord - Roadster ist schnellstes Elektrofahrzeug in der ,,Grünen Hölle"

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Mo, 16/05/2011 - 00:00
  • 9:01,338 Minuten: Schnellste Runde eines Elektrofahrzeuges
  • Stéphane Caillet pilotiert Peugeot EX1 zu fantastischer Rundenzeit
  • Peugeot beweist erneut sein Potenzial bei alternativen Antrieben


In 9:01,338 Minuten umrundet der Peugeot EX1 (am 27. April 2011) die Nürburgring-Nordschleife und stellt für Elektrofahrzeuge eine neue Rekordzeit auf. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 138,324 km/h pilotierte der französische Rennfahrer Stéphane Caillet den 340 PS starken vollelektrischen Roadster - trotz kühlem und regnerischem Wetter - entlang der 20,8 Kilometer langen Rennstrecke. „Ich kenne die Strecke sehr gut durch meine VLN-Einsätze mit dem RCZ. Aber die Beschleunigung, das Bremsverhalten und die Balance des EX1 sind einfach unglaublich“, sagt Caillet.

Die Löwenmarke beweist nach zahlreichen Beschleunigungs-Weltrekorden mit dem tropfenförmigen, puristischen “0-Emission-Rennwagen“ EX1 somit erneut, welches Potenzial in der Technologie der Elektroantriebe von Peugeot steckt. „Wieweit Peugeot in der Entwicklung von Elektroantrieben ist, zeigt die Leistungsfähigkeit des Fahrzeuges. Neben höchster Effizienz und Umweltfreundlichkeit überzeugt der EX1 mit einem intensiven Fahrerlebnis“, sagt Thomas Bauch, Geschäftsführer der Peugeot Deutschland GmbH. Offiziell bescheinigt wurde der Rekord von WIGE Performance, die sonst bei internationalen Rennsport-Veranstaltungen für die Zeitnahme verantwortlich zeichnen.

Gründliche Vorbereitung für eine anspruchsvolle Rekordfahrt

Zwei Tage lang wurde der EX1 im Peugeot-Entwicklungszentrum Belchamp bei Montbéliard auf den Rekordversuch am Nürburgring ausgiebig vorbereitet. Um eine perfekte Fahrdynamik mit Blick auf die bezüglich des Streckenprofils sehr anspruchsvolle Nordschleife – immerhin 170 Kurven – zu erreichen, wurde der Prototypen-Rennwagen auf höchste Fahrstabilität ausgelegt. „Dabei haben wir den Fokus auf bestmögliche Balance gesetzt, insbesondere beim Einbremsen in und Herausbeschleunigen aus den Kurven“, betont Jean-Christophe Bolle-Reddat, Verantwortlicher für Concept-Cars bei Peugeot. Und das mit Erfolg. Nach einem fliegenden Start meisterte der Peugeot EX1 die kurvenreiche „Grüne Hölle“ und sicherte sich den Rundenrekord.

Maximale Effizienz mit technologisch anspruchsvollem Konzept

Die Leistungsfähigkeit des EX1 ist auf seine leichte Konstruktion aus Karbon, die ausgewogene Gewichtsverteilung, Fahrwerk aus dem Rennsport, optimale Aerodynamik und Lithium-Ionen-Technologie zurückzuführen. Mit den beiden Elektromotoren an der Vorder- und Hinterachse bringt es der Roadster auf eine Spitzenleistung von 250 kW (340 PS).

Beim Fahrwerk kommen technische Lösungen zum Tragen, die höchste Fahrdynamik garantieren. Die Vorderachse besteht aus doppelten Dreieckslenkern mit entkoppeltem Achsschenkel. Und die Hinterräder sind in einer Einarmschwinge mit liegender Feder-/Dämpfereinheit aufgehängt, deren Kennung sich über eine Schaltwippe im Cockpit variieren lässt. Das zusammen mit der besonders leichten Monocoque-Struktur aus Karbon und einem direkt an die Räder übertragenen Drehmoment von 480 Nm begründet die exzellenten Beschleunigungswerte. Dank der Akkumulatoren des 3,54 m langen und 1,77 m breiten Fahrzeugs beträgt die Reichweite bis zu 450 Kilometer. Ein technologisch anspruchsvolles Konzept für maximale Effizienz.

Der EX1 überzeugt allerdings nicht nur durch seinen dynamischen Elektroantrieb und das originelle Baukonzept. Auch das Design weckt pure Emotionen. Bei der Karosserie hat Peugeot die neuen Design Codes der Marke aufgegriffen, ein plastisch wirkender Kühlergrill und athletische Proportionen. Das futuristische Interieur spiegelt sich insbesondere in den Schalensitzen wieder. Diese sind in der Türverkleidung integriert, sodass sie mit der Tür ein- und ausschwingen. Zudem zeugen Bordinstrumente, wie die Kombianzeigen für beide Insassen oder die verwendeten Materialien, wie die „warmen“ Metallsorten und das Leder mit negativem Muster, von modernem Ambiente.

Auch die Sicherheit wurde bei der Konzeption des Fahrzeuges nicht vernachlässigt. Neben den Motorsportgurten werden die Insassen durch die hohe Karbon-Zelle geschützt, die eine Art Überrollbügel bildet. Zudem erlaubt das perfekt im Design abgestimmte Windschild des EX1 das Fahren im regulären Straßenverkehr ohne Helm.  

EX1: Rekordjäger mit elektrischem Antrieb

Mit dem EX1 hat Peugeot ein Fahrzeug konzipiert welches speziell für die Jagd auf Beschleunigungsrekorde entwickelt wurde. So konnte der zweisitzige Roadster international mehrere Rekorde für Landfahrzeuge mit Elektroantrieb (FIA Kategorie A, Gruppe 8, Klasse 2, 500 – 1.000 Kilogramm) aufstellen. Im französischen Monthléry pilotierte beispielsweise Frankreichs berühmter Filmemacher und Schriftsteller Nicolas Vanier den EX1 bereits im Sommer vergangenen Jahres zu einigen von der FIA anerkannten Rekorden (1/8 Meile in 8.89 s, ¼ Meile in 14,40 s, ½ Meile in 23,85 s, 1 Meile in 41,09 s, 500 Meter in 16,81 s, 1.000 Meter in 28,16 s).

In China konnte der EX1 Mitte Dezember 2010 weitere Beschleunigungrekorde verbuchen. Neben den erfolgreichen Einsätzen des in China berühmten Schriftsteller und Blogger Han Han, erzielte Nicolas Vanier in Chengdu sogar einen offiziellen Rekordbeschleunigungswert: 3,49 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Folgende weitere Rekorde wurden in Chengdu aufgestellt und vom chinesischen Motorsportverband anerkannt:

  • 1/8 in 7,08 s (Han Han)
  • 400 Meter in 12,6784 s (Nicolas Vanier)
  • ¼ Meile in 12,67 s (Han Han)

Stéphane Caillet: Mit Erfahrung und Professionalität zum Erfolg  

Mit seiner langjährigen Erfahrung pilotierte der französische Rennfahrer Stéphane Caillet den EX1 erfolgreich entlang der Nordschleife. Seit 1993 ist der Autofan bei zahlreichen Rennen mit dabei. Der Franzose kennt die Rennstrecke in der „Grünen Hölle“ sehr gut. So ist er nicht nur mit dem Peugeot RCZ für das „Team Peugeot RCZ Nokia“ bei allen Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring 2011 am Start. Wie bereits im letzten Jahr wird Caillet auch am 24-Stunden-Rennen mit dem dynamischen Sport-Coupé teilnehmen.

Bereits in der Saison 2010 sammelte der 43-Jährige einige Motorsporterfolge. Während die Rennfahrer Jürgen Nett, Michael Bohrer, Henning Klipp und Joey Kelly sich mit dem Peugeot RCZ mit der Startnummer „201“ den ersten Platz beim 24-Stunden-Rennen sicherten, pilotierte das zweite Team mit Stéphane Caillet den RCZ als drittschnellstes Dieselfahrzeug über die Ziellinie. Die Freude über den Klassensieg und die sehr gute Platzierung in der Gesamtwertung haben Stéphane Caillet überzeugt, auch in der Motorsport-Saison 2011 wieder für das Peugeot Team ins Rennen zu gehen.

EX1 unterstreicht technologischen Vorsprung bei Peugeot 

Ein wichtiges Ziel der Konzernstrategie ist die stetige Verbesserung der Umweltverträglichkeit aller Modelle. Dabei nimmt die Löwenmarke eine Vorbildfunktion ein. Seit über 70 Jahren arbeitet Peugeot erfolgreich an der Entwicklung und Umsetzung von Elektro-Konzepten. Was im Jahr 1941 mit dem VLV (Voiture Légère de Ville), dem ersten Fahrzeug mit elektrischem Antrieb begann, ging Ende letzten Jahres mit der Markteinführung eines ersten vollwertigen Elektroautos neuester Generation - dem Peugeot i0n - in Großserie.

Dass die Concept-Cars keine Visionen bleiben und zudem Erfolgsgeschichte schreiben demonstriert auch der EX1. Mit dem zweisitzigen Roadster unterstreicht Peugeot seine Kompetenz in der Entwicklung von alternativen Antrieben und beweist, dass das Fahrvergnügen auch bei rein batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen nicht auf der Strecke bleiben muss.

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