PEUGEOT Onyx: avantgardistische Werkstoffe und Effizienz | Medien Peugeot Deutschland

PEUGEOT Onyx: avantgardistische Werkstoffe und Effizienz

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Mo, 26/08/2013 - 00:00

Quasar, Proxima, Oxia, 907... Die Supercars von PEUGEOT haben die Herzen kleiner und großer Autofans schon immer höher schlagen lassen. 2012 hat die Löwenmarke erneut einen solchen automobilen Traum präsentiert: der PEUGEOT Onyx, das Supercar des 21. Jahrhunderts.



Bei diesem Fahrzeug mit seinen unter möglichst geringem Materialeinsatz herausgearbeiteten Formen spürt man die Begeisterung der Designer, die sich von der Welt des Rennsports haben inspirieren lassen. Auf zahlreichen europäischen Rennstrecken hat der Mittel-Heckmotor dieses Boliden inzwischen seinen Sound erklingen lassen. Die dort erreichten Höchstleistungen haben ihre Spuren hinterlassen und sich vor allem im Auspuffbereich ins Karbon gebrannt.
Der PEUGEOT Onyx besticht durch ein atemberaubendes Design, beschreitet aber auch bei den Werkstoffen, die zum Teil unbehandelt und ungeschützt eingesetzt werden, neue Wege mit dem Ziel noch höherer Effizienz. Die Kupferbleche der Karosserie haben im Laufe des vergangenen Jahres Patina angesetzt – ein Beweis für viele schnelle Kilometer. Und es werden weitere hinzukommen, denn der Onyx wird wieder auf die Rennstrecke gehen.

 

„Der PEUGEOT Onyx besitzt die Power eines extrem aerodynamisch gezeichneten Supersportlers. Die Studie zeichnet sich durch ihr skulpturales, fein herausgearbeitetes Design, ihre innovativen Werkstoffe und eine ganz neue Architektur aus. Wie alle Concept Cars der Marke ist der Onyx nicht nur ein Kunstwerk, sondern in erster Linie ein Automobil. Es hat auf allen Rennstrecken, auf denen es seine Runden drehte, großen Eindruck hinterlassen.“
Gilles Vidal, Designchef PEUGEOT 

 

Durchtrainiertes Kraftpaket

Eine kompromisslose Optik, die sofort in den Bann zieht. Die athletische Karosserie besticht durch ihre Werkstoff- und Farbkontraste. So wurden die Kotflügel und die Türen von einem Meister seines Fachs in Handarbeit aus einem dünnen Blech aus reinem Kupfer hergestellt. Das hochglanzpolierte Metall ist unversiegelt und somit völlig ungeschützt. Deshalb hat es sich im Lauf der Zeit verändert und Patina angesetzt. Der Onyx lebt gewissermaßen.
Die Kupferteile heben sich von der fast mineralisch wirkenden Karosseriefarbe ab. Graphitschwarz wie das Mineral Onyx überzieht sie die Karosserieelemente aus Karbon.

Die fein gezeichnete, windschnittige Frontpartie wird durch einen senkrecht stehenden Kühlergrill und lang gezogene, aber knapp geschnittene Full-LED-Scheinwerfer geprägt. Der auf die Front treffende Luftstrom wird geschickt geteilt: Ein Teil der Luft wird durch die Karosserie zum Motor geführt, der Rest umströmt die Flanken des Fahrzeugs und das Dach mit seiner doppelten Wölbung.
Die Leuchtenoptik am Heck weist die für PEUGEOT typischen drei Löwenkrallen auf und rundet das Außendesign gelungen ab. Die Heckleuchten sind zudem mit kleinen Finnen versehen. Dadurch werden die Luftströme von Dach und Flanken erst weit hinter der Karosserie zusammengeführt, so dass weniger Verwirbelungen entstehen. Mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,30 (Cw) setzt der PEUGEOT Onyx trotz seiner mächtigen Optik dem Wind kaum Widerstand entgegen.

Der Onyx vereint die Tradition und Innovationskraft der Löwenmarke und bezieht dabei die Gegenwart durch das an den RCZ angelehnte doppelt gewölbte Dach mit seinen Aluminiumbögen mit ein. Das Dach und die Fensterflächen, die den Blick freigeben auf Karbonstruktur und Fahrgastzelle, sind aus Polymethylmethakrylat (PMMA). Sie legen sich wie eine Schutzhülle um den Innenraum und bieten den Insassen dank ihrer extrem widerstandsfähigen Nanostruktur optimale Sicherheit.

 

„Der Onyx besticht durch sanft geschwungene, sinnliche Formen, die zugleich starke Agilität und hohen Technologiegehalt vermitteln. Von den ersten Skizzen an wollte ich das Beste aus Technik und Handwerkskunst in Szene setzen und habe dazu Elemente, die die exzellente Dynamik widerspiegeln, mit Black-Diamond-Leuchteinheiten und handgearbeiteten Karosserieblechen aus Kupfer eingesetzt.“
Sandeep Bhambra, Designer Exterieur Onyx 


Leistungsstarkes Supercar

Die innovative Rohkarosse des Fahrzeugs beruht auf dem Know-how von PEUGEOT SPORT und der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des Konzerns. Die monolithische, zentrale Karbonstruktur besteht aus nur zwölf Teilen. Sie umfasst die vorderen und hinteren Längsträger, so dass keine weiteren Halteelemente eingesetzt werden müssen. Die Torsionssteifigkeit und das Gewicht der Struktur wurden optimiert. Sie bringt gerade einmal 100 kg auf die Waage.
Der mit der Karbonstruktur verschraubte 3,7 Liter große V8-HDi-Hybridmotor mit Rußpartikelfiltersystem und das Fahrwerk profitieren von der Erfahrung, die PEUGEOT SPORT auf den Rennstrecken rund um den Globus sammeln konnte.
Der über NACA*-Lufteinlässe im Dach gekühlte V8-Motor bringt seine 600 PS über ein sequenzielles Sechsgang-Getriebe und die Hinterräder auf den Asphalt. Dieses Leistungsniveau trifft auf ein äußerst kompaktes Automobil: 4,65 m Länge, 2,20 m Breite, 1,13 m Höhe und nur 1.100 kg Gewicht.
Die 20-Zoll-Felgen mit eigens von Michelin entwickelten Reifen (vorn: 275/30, hinten: 345/30) werden an Vorder- und Hinterachse über zwei Dreiecksquerlenker und eine so genannte In-Board-Aufhängung mit der Karosserie verbunden.

* National Advisory Committee for Aeronautics

Die intelligente HYbrid4-Technologie gewinnt die Bewegungsenergie zurück, die normalerweise beim Bremsen verloren geht. Diese Energie wird in Lithium-Ionen-Batterien gespeichert und bei Beschleunigungsvorgängen automatisch freigesetzt, wodurch kurzfristig 80 PS zusätzliche Leistung zur Verfügung stehen. Die Steuerung dieser Funktion, wie die des Motors, erfolgt so perfekt, dass der Fahrer nichts davon bemerkt. Dabei standen die Motorspezialisten durchaus vor einer Herausforderung, denn sie mussten einen Motor, der auf der Rennstrecke in extremen Betriebsbereichen arbeitet, fit für den normalen Straßeneinsatz machen.

Mit einem Leistungsgewicht von weniger als zwei Kilogramm pro PS ist der Onyx ein High Performer, der jedoch nichts von seiner schlichten Eleganz verliert. Da der PEUGEOT Onyx mit einem völlig glatten Unterboden aus Karbon versehen ist, der für einen kräftigen Bodeneffekt sorgt, konnten die Aerodynamikelemente an der Karosserie auf ein Minimum begrenzt werden. Sie weist nur Erweiterungen der Karbonstruktur und einen ausfahrbaren Spoiler auf, der bei Bremsvorgängen für Druck auf der Hinterachse sorgt. An allen vier Rädern kommen Karbon-Bremsscheiben mit 380 mm an der Vorder- und 355 mm an der Hinterachse zum Einsatz.


Innovatives Cockpit für ein völlig neues Fahrerlebnis

Als Schnittstelle zwischen Karosserie und Fahrgastzelle bieten die Türen dank ihrer Zweistufenkinematik einen komfortablen Zugang. Beim Öffnen trennt sich die Außenhaut aus Kupfer vom Türinnenelement und gleitet nach vorn, während das Innenelement nach außen schwenkt.

Im Innenraum herrscht vom Fußraum bis zum Dach eine lichte, natürliche Atmosphäre. Das Interieur-Konzept setzt sich mit dem Thema Intuitivität und neuen Werkstoffen auseinander.
Genau wie die Karosserie zeichnet sich der Innenraum durch reduzierten Materialeinsatz aus; es wurde genau so viel Material verwendet, wie für Form und Funktion eines Bauteils nötig. Hieraus ergibt sich ein ausgesprochen funktionales, eng anliegendes Interieur. Welche Werkstoffe sollten verwendet werden? Wie sollten sie eingesetzt werden? Wie steht es um ihren Lebenszyklus? Auch darauf wird beim Onyx geachtet. Und die Studie beweist, dass Kundenerwartungen, Hochleistung und Ressourcenschonung miteinander vereinbar sind.

 

„Für dieses Supercar haben wir neue Werkstoffe gesucht, die für uns den Luxus von morgen verkörpern. Karbon war aufgrund seiner exzellenten Leistungen ein Muss. Kupfer, Kristall, Filz und Papier sind natürlichere Stoffe, die größtenteils unbehandelt blieben. Wir haben uns für sie entschieden, weil sie lebendig sind und mit der Zeit schöner werden.“
Sophie Gazeau, Designerin für den Bereich Farben und Materialien bei PEUGEOT 

Der ohne Nähte oder Übergänge mit gepresstem Filz ausgekleidete Innenraum erscheint wie aus einem Guss. Er umschließt die Insassen wie ein Kokon, der in die teilweise sichtbare Karbonstruktur eingebettet ist und Funktionen übernimmt, für die bisher mehrere Bauteile nötig waren: Er stellt die Schalldämmung sicher und bildet den Boden, die obere Konsole, den Dachhimmel und die Schalensitze.
So werden die Insassen eins mit einem homogenen Interieur, das zudem zur Gewichtseinsparung beiträgt. Für sportiven Komfort sorgen Schaumteile, die den Filz an den Kontaktstellen mit dem Körper unterfüttern.
Filz ist ein warmes, weiches Material mit langer Tradition. Er besteht aus gekochter Wolle mit ungeordnet miteinander verschlungenen Fasern und ist nicht nur vollständig recycelbar, sondern verfügt auch über hervorragende wärmeisolierende Eigenschaften. Zudem verbessert er die Schalldämmung sowie die Qualität der Luft, der er Feuchtigkeit entzieht.

 

„Beim Interieur hat mich ein ganz alltäglicher Gegenstand inspiriert: der Eierkarton. Mit minimalem Materialeinsatz schützt sie äußerst zerbrechliche Güter. Ich habe dieses Konzept in einen intuitiv nutzbaren Raum mit möglichst wenigen Anbauteilen umgesetzt, der mit dem Fahrzeug eine Einheit bildet.“
Julien Cueff, Design Interieur PEUGEOT Onyx 

 

An Bord findet der Fahrer jedes Bedienelement, ohne den Blick von der Straße zu nehmen. Das kleine Lenkrad mit filzverkleidetem Kranz liegt perfekt in der Hand und vermittelt sofort ein Gefühl von Agilität. Der Fahrer des PEUGEOT Onyx steuert die Funktionen über die Bedienelemente aus Aluminium auf der Karbon-Nabe und schaltet die Gänge des Getriebes über Paddles.

Die Armaturentafel besteht aus einem neuartigen „Holz“, dem so genannten Newspaper Wood. Es besteht aus alten Zeitungen, die zu Blöcken gepresst werden, aus denen dann die Bauteile hergestellt werden. Durch die Maserung auf der Oberfläche wird die Illusion perfekt. Erst bei genauerem Hinsehen verraten Druckbuchstaben die Herkunft des Materials.
Das Kombiinstrument in der Armaturentafel ist hochgelegt. Auf seiner Umrandung angeordnete Metallelemente bewegen sich zur Anzeige von Motordrehzahl und Geschwindigkeit ähnlich wie die Tasten eines Klaviers. Die für den Hybridantrieb relevanten Informationen werden über die Digitalbildschirme angezeigt.
Im Dachhimmel befindet sich eine Konsole mit Kippschaltern aus Aluminium, unter anderem zum Start des Motors. Direkt dahinter werden die Bilder der Heckkameras – zwei in den Außenrückspiegeln und eine Panoramakamera im Heck – auf eine kleine Scheibe projiziert.

Auf der ebenfalls in Filz ausgeführten Mittelkonsole kommt mit einem von einem Glasbläser gefertigten Kristallelement zur Tankanzeige ein Meisterwerk der Handwerkskunst zur Geltung. Fein ziselierte Markierungen an seiner Oberseite zeigen den Kraftstoffstand an. Sein Inneres birgt zudem den Spirit dieses Supercars in Form eines Parfums, das über die Belüftungsdüsen ins Interieur abgegeben wird und die osmotische Verbindung der Werkstoffe regelrecht spürbar macht.
Auf der Mittelkonsole sind auch die Bedienelemente für die 2-Zonen-Klimaautomatik angeordnet. Sie bestehen aus einem Aluminiumstab, der gedreht, gefräst und dann wieder zusammengesetzt wurde.

Die Schönheit dieses Interieurs und der draußen vorbeiziehenden Landschaft wird durch eine Kamera zwischen den Kopfstützen eingefangen. Die Aufnahme wird auf einem Tablet-PC angezeigt, der in der Armaturentafel gegenüber dem Beifahrer eingelassen ist und als Benutzeroberfläche für das Infotainmentsystem dient.

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